Schüler - Eltern - Lehrer - (FACH)KRAFT        


Aus dem Dreieck zum Viereck in den KREIS - Entdecke deine eigene KRAFT

  • als Schüler
  • als Elternteil
  • als Lehrer
  • als Fachkraft

Neben der Zusammenarbeit und Verantwortlichkeit eines jeden Teiles des "Systems Schule" braucht auch jeder Beteiligte Rückenstärkung und Vertrauen in das eigene Tun. Integrative Gestaltberatung im Zusammenhang mit Schule kann eine wertvolle Hilfe in punkto Selbsterfahrung sein oder Orientierung und Halt bieten.




Motto für die Beratung:


"Mein Problem ist das wichtigste aller Probleme, weil es mich hier und jetzt persönlich betrifft."


  
Schwierigkeiten in der Schule können u.a. sein:


Klassengröße
- auch „kleine“ Klassen mit 15-20 Schülern stellen für sehr viele Kinder eine unüberschaubare Gruppengröße dar.

Konzentration
und Bewegungsfreiräume – Probleme aus dem sozialen Umfeld werden verstärkt in die Schule hineingetragen und dort abgehandelt. Je offener die Schule für psychosoziale Fragen ist, desto stärker drängen diese auch dorthin. Von der "Institution Schule" wird auch ein starkes Engagement für Psychohygiene erwartet – das führt zwangsläufig zu Rollenkonflikten und Überforderung im Schulbereich. Lehrer sind keine Psychologen, Therapeuten...!

Aggressionen
– das Aggressionspotential unter den Schülern, gegen Lehrer, auch gegen Eltern ist enorm und der Umgang damit für alle Beteiligten schwer.

Defizite,
die z.B. entstehen durch völlig unzureichende Lesefertigkeiten, falsches Lernen, Wahrnehmungsstörungen,...

fehlender Rückhalt
im Elternhaus und für die Eltern - Viele Kinder sind sich selbst überlassen, weil durch doppelte Berufstätigkeit der Eltern, Alleinerziehertum,... das „System Familie“ völlig überfordert ist. Oftmals „fehlen“ auch die Väter, was nicht unbedingt nur für Alleinerzieher-Familien gilt. Viele Eltern sind in ihrer Rolle völlig überfordert; fehlender (Rück)halt für Eltern, Lehrer;

Freiheiten
und Konsequenzen – viele Freiheiten („Rechte“) kollidieren mit eingeschränkten Konsequenzmöglichkeiten der Lehrer, Rechte werden von Schülern eingefordert, Pflichten oft übersehen. Es fehlen die Grenzen – für viele wird Freiheit „uferlos“. Kinder und Jugendliche wissen oft einfach nicht, WIE sie sich anders verhalten können, ohne damit nur "klein beizugeben", sich selbst zu verlieren... wissen Erwachsene es?


Kommunikation– Zuhören, Oberflächlichkeit, jeder bleibt mit sich allein...

    kulturelle Konflikte und Spannungen durch das Aufeinanderprallen und Zusammenleben verschiedener Kulturen.


    Gruppendruck - Abgrenzung - Selbstvertrauen

    Leistungsdruck - innerer und äußerer Leistungsdruck und Erwartungshaltung (für alle Beteiligten in dem System)






    Möglichkeiten in der Beratung können u.a. sein:
     


    Zeit, Raum, geschützter Rahmen!


    "Ich bin es (mir) wert, dass mein Problem mit jemandem geteilt werden darf, dass jemand für mich da ist"


    Standpunkt
    klären: Wo stehe ich in dem System? Was ist meine Rolle, Aufgabe? Weche Möglichkeiten habe ich und wo sind meine Grenzen?


    Selbsterfahrung: Wie geht es mir? Wie geht es mir mit den anderen? Warum geht es mir so, wie wirkt sich mein Verhalten aus, welche Möglichkeiten habe ich, wo sind meine Chancen...? Gesundes Sozialverhalten... neue Sichtweisen entdecken;


    Verantwortung in kleinen Schritten lernen: Wo/Was sind meine Pflichten, wo enden sie? Wie erreiche ich Ziele – welche Ziele habe ich?


    Ausdrucksformen erfahren: Welche Formen des Ausdrucks kenne ich, was bringe ich mit, wie setze ich es ein, wie kommt es an? Wo ist Veränderung möglich, erwünscht?

    Selbsteinschätzung - Fremdeinschätzung: Welcher Lerntyp bin ich, was mache ich „falsch“ und was mache ich „richtig“ – was verstehe ich unter „falsch“ und "richtig"?


    Bedürfnisse erkennen: Was ist für mich gut, was brauche ich? Was kann ich mir selbst geben, was brauche ich von anderen?


    Adressen: Wohin kann ich mich wenden, um Defizite auszugleichen, was kann ich selbst tun?






    Soziales Lernen lernen


    Das Erlernen und vor allem Einüben und Erproben eines verträglich-gesunden Verhaltens im "Ich - und - Ich mit den anderen", welches gegenseitiges Reiben und Austragung von Konflikten nicht ausschließt, wird immer wichtiger und dringlicher. Vielerorts finden sich beispielhafte Umsetzungen, mir als Lehrer fällt auf, dass es oft schwer ist, qualitativ hochwertige Stunden "nach außen zu bringen", denn Formen des Zusammenlebens und -arbeitens müssen trainiert werden und sind üblicherweise nicht in Form von Merktexten und Lernstoff im herkömmlichen Sinn weiterzugeben oder abzuprüfen. Somit erscheinen diese Lernzeiten manchmal  für Außenstehende als "Leerzeiten", weil wir gewohnt sind, dass in der Schule "Stoff" vermittelt werden soll, der sich in Form von Heften, Büchern, Zetteln etc. wiederfinden lässt.


    Gestaltpädagogik

    Integrative Erziehungs- und Bildungsarbeit (Petzold, Brown,...)
    Den Begriff Gestaltpädagogik oder Integrative Pädagogik gibt es bereits seit etlichen Jahrzehnten. Heute sind viele Themen neben der Wissensvermittlung wieder vorrangiges Bildungsziel. Es gibt viele Projekte und Unterrichtseinheiten, wo die Schüler „ganzheitlich“ geführt und gefördert werden.

    Das schlechte Image unseres Schulsystems lastet leider über allen Beteiligten, ich persönlich erfahre jedoch im Gespräch mit Schülern oder Eltern durchwegs sehr positive Rückmeldungen, die das Medien-Image nicht bestätigen.

    In Lehrerfortbildungen wird Kommunikations- und Teamfähigkeit methodisch-praktisch für den Unterricht aufbereitet.

    Ein Hauptziel des gestaltpädagogischen Konzeptes ist es, zu "menschlicherem Lernen für eine menschlichere Gesellschaft beizutragen" (Perls). Der junge Mensch soll in seiner Ganzheit erfasst werden. Lernen durch Erleben und Betonung des Selbstregulations- und Selbstverwirklichungsprinzips sind wesentliche Grundlagen. Besonders gut gefallen mir die Überlegungen Goodmans, der bereits 1969 meinte: „Frei wählen können heißt nicht sich beliebig verhalten, sondern auf Wirklichkeit antworten.“ Aufgabe und Zielsetzung der gestaltpädagogischen Verfahren ist es, auf die Wirklichkeit unseres Schul- und Bildungssystems zu antworten, was letztlich auch eine Auseinandersetzung mit den Bedingungen der Gesellschaft impliziert, die dieses System hervorgebracht hat. „Die komplizierten und verwirrenden Verhältnisse unserer Zeit erfordern einen Neuansatz im Denken, und dazu brauchen wir die Beteiligung aller, besonders aber der Jugendlichen“ (Goodman, 1972).




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